Hintergrundbild

Die Stiftung Zukunft durch Bildung wurde im Jahr 2010 von Dr. Klaus-Dieter Tenhof als Stiftungsfonds in der Bürgerstiftung Bonn errichtet. Stiftungszweck ist die Förderung von Bonner Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Verhältnissen, und zwar insbesondere im Hinblick auf Aus- und Fortbildung. Die Stiftung wird von dem Gedanken getragen, dass jeder junge Mensch die Möglichkeit erhalten soll, einen Platz in der Gesellschaft zu finden, auf dem er seine Lebensplanung verwirklichen kann.

Projekte

Berufsorientierung an Hauptschulen und Ausbildungsbegleitung

Eine echte Startchance ins Leben ermöglichen

Der Anteil sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher ist an Hauptschulen besonders groß. Viele dieser jungen Menschen brauchen dringend Unterstützung, um ein gutes Selbstwertgefühl entwickeln zu können, sich zum Lernen zu motivieren und den Weg ins Berufs- und Alltagsleben zu finden. Ihr soziales Umfeld ist häufig nicht in der Lage, diese Hilfestellung zu geben.

Die Stiftung Zukunft durch Bildung hat sich das Ziel gesetzt, die Lehrkräfte in den Bonner Hauptschulen zu unterstützen und geeignete, über die schulischen Möglichkeiten hinausgehende Förderungen zu initiieren. Dazu gehören beispielsweise Lernhilfen, Sozialtraining sowie Berufsfindung und -vorbereitung.

BONNER Schülerstipendium

Die Stiftung Zukunft durch Bildung vergibt individuelle Jahresstipendien an Schülerinnen und Schüler, die in Bonn wohnen und/oder eine Gesamtschule oder ein Gymnasium in Bonn besuchen.

Mit den Stipendien sollen junge Menschen, deren Chancen durch das Elternhaus eingeschränkt sind, auf ihrem Bildungsweg unterstützt werden. Sie sollen dabei helfen, die Potenziale der Schülerinnen und Schüler auszuschöpfen. Die Stipendien werden in der Regel bis zum Abitur vergeben.

Eine Lehrkraft der Schule begleitet das Stipendium, um eine wirkungsvolle Förderung sicherzustellen.

Die Bewerbungsunterlagen müssen in der Regel bis zum 1. Juli eingereicht werden.

Die Stiftung Zukunft durch Bildung ist Initiatorin des "Bonner Bildungsfonds" und die treibende Kraft für dessen Entwicklung. Beim Bonner Bildungsfonds haben sich Stiftungen, Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen zusammengefunden, um einen gemeinsamen Weg in der Bildungsförderung von benachteiligten Bonner Kindern zu gehen. Projektträger ist die Bürgerstiftung Bonn.

Die Idee

Bonner Grundschulen und Kindergärten/Kitas mit einer hohen Anzahl von sozial benachteiligten Kindern erhalten jedes Jahr ein eigenes Förderbudget, über das sie schnell und unbürokratisch verfügen können. Über die Verwendung der Mittel entscheiden die Lehrkräfte vor Ort in eigener Verantwortung. Sie wissen am besten, welche Fördermaßnahmen für die Kinder am dringendsten und sinnvollsten sind. Alle geförderten Einrichtungen werden von ehrenamtlichen "Standort-Paten" betreut. Sie nehmen persönlich an Fördermaßnahmen teil und kontrollieren gemeinsam mit der Bürgerstiftung Bonn die zweckgerechte Mittelverwendung.

Für das Schuljahr 2023/2024 stellt der Bonner Bildungsfonds 15 Grundschulen und 38 Kitas insgesamt 180.500 Euro zur Verfügung. Die Förderbeträge liegen zwischen 1.500 und 6.000 Euro.

www.bonner-bildungsfonds.de »

Der Stifter

Der Beirat

  • Josef Blatt (Vorsitzender)
  • Rolf Haschke (stellv. Vorsitzender)
  • Dr. Klaus-Dieter Tenhof (Stifter)
  • Tobias Niketta

Stifterportrait

Rote Karte für Verschwendung

Benachteiligte Kinder zu unterstützen motivierte Dr. Klaus-Dieter Tenhof zur Gründung der „Stiftung Zukunft durch Bildung“

Er könnte Kreuzfahrten genießen, täglich fein essen gehen, seinen Lebensabend angenehm gestalten. Doch an einen derartigen Lebensstil mag Klaus-Dieter Tenhof keinerlei Gedanken verschwenden. Den 1932 in Osnabrück geborenen Gründer der „Stiftung Zukunft durch Bildung“ treiben andere Ziele um: Er möchte einen Beitrag dazu leisten, jungen Menschen den Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu ebnen.

Denn „verschwenden darf es nicht geben“, verlangt der promovierte Jurist. Er meint dabei nicht nur die achtlose Vergeudung von Energie, das Wegwerfen von Essensresten oder die ungenutzte leere Rückseite eines Blattes Papier. Kriegszeiten prägten ihn und seinen Sinn für Ressourcen. Bezeichnend, dass ihm noch heute beim täglichen Kochen die letzten Zeilen eines damaligen Energiespargedichts in den Sinn kommen: „Den Deckel dann noch drauf getan, so fängt man mit dem Sparen an“. Doch was für Energie gilt, zählt für ihn erst recht für Menschen, ihre Begabungen und Talente. Nahezu folgerichtig entschloss sich Klaus-Dieter Tenhof nach dem Tod seiner Ehefrau Maria-Luise, der er mehr als ein Jahrzehnt während ihrer schweren Krankheit treusorgend zur Seite gestanden hatte, etwas zu tun, was er mit ihr gemeinsam beschlossen hatte.

Die Stiftung und ihre Mission

„Ich brauche nicht viel, meine Altersversorgung ist gesichert, Kinder habe ich keine“, erkannte er. Also verkaufte er die eheliche Eigentumswohnung, zog in eine altersgerechte Wohnung. Mit dem Erlös, das war ihm schnell klar, solle eine Stiftung gegründet werden, von der Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien profitieren würden. Der Grundstein für die „Stiftung Zukunft durch Bildung“ war gelegt. Seine Motivation: „Ich hatte das Glück, dass mich meine Eltern mit einer guten Ausbildung ins Leben entlassen konnten. Andere haben dieses Glück nicht.“ Er macht keinen Hehl aus seiner festen Überzeugung, dass eine gute Grundlage fürs Leben als selbstverständliches Menschenrecht anerkannt sein müsste.

350.000 Euro investierte er als Stiftungskapital, nachdem er gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Bürgerstiftung Bonn, Jürgen Reske, die richtige Rechtsform als "Stiftungsfonds" gefunden hatte. Sie musste garantieren, dass nur ein moderater Kostenaufwand für die Stiftung entsteht. Jeder gespendete Cent fließt ohne Abzug von Kosten direkt in die Bildungsförderung von benachteiligten Bonner Kindern und Jugendlichen – es gibt schließlich nichts zu verschwenden. Die Lösung eines Stiftungsfonds in der Bürgerstiftung Bonn – perfekt. Dass er für seine Stiftung „großartige Unterstützung“ durch ehrenamtliche Mitstreiter wie etwa Josef Blatt und Rolf Haschke gewinnen konnte und es bereits mehrere testamentarische Verfügungen zugunsten der Stiftung gibt, rundet seine Zufriedenheit ab. Trotzdem äußert er einen Wunsch: „Weitere Zustifter würden uns und damit weiteren Kindern helfen.“ Damit solche Zustiftungen möglich sind, hatte er darauf verzichtet, die Stiftung auf den Namen seiner verstorbenen Ehefrau zu benennen.

Gut erinnert er sich an den ersten Fall einer Individualförderung: Der 14-jährigen Tochter einer alleinerziehenden Mutter attestierten die Lehrer ihrer Realschule großes Potenzial, doch Mathe erwies sich für sie als kaum überwindbare Hürde. Angesichts dieser Schwäche drohte Aylin zu resignieren. Ihre Leistungen sanken dramatisch. „Wir wurden auf das Mädchen aufmerksam, entschieden, eine Lerntherapie, die ihre Mutter nicht bezahlen konnte, zu finanzieren und der Realschulabschluss mit Qualifikation gelang“, erinnert sich Klaus-Dieter Tenhof. Ein glückliches Lächeln huscht über sein Gesicht.

Bonner Schülerstipendien und Bonner Bildungsfonds

So auch, wenn er an die 2011 entwickelten "Bonner Schülerstipendien" denkt, die Kindern aus schwierigen Verhältnissen durch die Begleitung älterer Schüler den Einstieg in die weiterführenden Schulen erleichtern. Oder wenn er von dem vor wenigen Jahren etablierten "Bonner Bildungsfonds" berichtet, der unter Federführung seiner Stiftung von der Bürgerstiftung Bonn errichtet wurde. Durch ihn erhalten Kindertagesstätten und Grundschulen ein eigenes Budget, das sie in eigener Verantwortung für Förderprogramme nutzen können. Hiervon profitierten in den ersten Jahren bereits rund 3.000 Kinder.

Bildung ist der Schlüssel für ein selbstgestaltetes Leben

Dass nicht jede Fördermaßnahme von Erfolg gekrönt ist, verschweigt der Stifter nicht. „Es gibt auch Rückschläge. Aber das ist im Leben doch nur normal“, sagt er. Doch jedes Kind, jeder Jugendliche, dem mit seinen Geldern eine Lebenschance eröffnet wird, ist für ihn Bestätigung für die These: „Bildung ist der Schlüssel für ein selbstgestaltetes Leben.“ Aus der eigenen Lebenserfahrung heraus macht er Jugendlichen, die es nicht so leicht haben, Mut: „Der Krieg hat mir gezeigt, dass man durch alles durchkommen kann.“ Wie sehr Klaus-Dieter Tenhof ganz im Sinne seiner Ehefrau vom Wunsch beseelt ist, Kinder mit weniger rosigen Startchancen, zu unterstützen, unterstreicht eine Handzeichnung, die er zu Beginn seiner Stiftertätigkeit malte. Sie zeigt drei junge Menschen an einer steilen Kletterwand. Darüber die Worte: Du schaffst es!

Eine, die die Kletterwand meisterte, ist Antonia – "die kleine Callas aus der Förderschule". Noch vor wenigen Jahren fühlte sie sich wertlos. Das Selbstwertgefühl des behinderten Mädchens sank fast täglich. Es zog sich zurück, war isoliert. Bis die Lehrer der Schule erkannten, welch außergewöhnliche Stimme die damals 14-jährige besitzt. Sie suchten Rat und Hilfe bei der Stiftung – und sie bekamen grünes Licht. Rund 600 Euro stellte die Stiftung jährlich für Gesangs- und Klavierunterricht zur Verfügung. Mit faszinierender Wirkung. Antonia trat mit dem Schülerorchester auf, besuchte die Abschlussklasse einer Waldorf-Förderschule und spielte 2015 die weibliche Hauptrolle in der Tragikomödie „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt. Klaus-Dieter Tenhofs bezeichnender Kommentar: „Beglückend.“ Und denkt vielleicht: „Was ist dagegen schon eine Kreuzfahrt?“

Bonn, den 24.04.2016

Stiftungsvermögen und Zustiftung

Mit einer Zustiftung kann das Stiftungsvermögen erhöht werden. Dies führt auf Dauer zu höheren Erträgen für die gemeinnützige Arbeit.

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Stiftungsvermögen:
1.126.500 Euro

Ihre Spende

Spenden für die Stiftung Zukunft durch Bildung sind jederzeit herzlich willkommen. Sie fließen unmittelbar in eine konkrete Fördermaßnahme.

Vereinfachter Zuwendungsnachweis »

BANKVERBINDUNG:

Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE32 3705 0198 0000 0631 80
BIC: COLSDE33

Verwendungszweck: Spende oder Zustiftung für die Stiftung Zukunft durch Bildung

Stiftung Zukunft durch Bildung

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53111 Bonn

Jürgen Reske
Geschäftsführer
Tel. 0228 688 299 61
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